Ideen & Wurzeln

 

Wie kam es zu der Idee Samurai-Shiatsu zu entwickeln?

Seit mehr als 30 Jahren arbeiten wir schwerpunktmäßig mit Babys und Kindern. In dieser Zeit konnten wir beobachten, dass Kinder nicht nur zunehmend durch Bewegungsmangel auffallen, sondern dass sie sich auch immer weniger spüren – in vielen Fällen ist das der Grund für Aufrichtungsmangel oder auch für ständiges Zappeln. Schnell wird diesen Kindern der Stempel „ADHS“ aufgedrückt. Weiterhin stellten wir fest, wie Leistungsdruck, gepaart mit Haltungsproblemen und Konzentrationsschwierigkeiten, leicht zu Stresssymptomen führen, wie sie auch bei Erwachsenen zu beobachten sind. 

So klagen viele Kinder über Bauch- oder Kopfschmerzen und kämpfen mit Schlafproblemen, Schulkinder fallen durch Lernprobleme auf. Gerade deren Haltungsprobleme machen es ihnen besonders schwer, den ganzen Tag auf dem Stuhl zu sitzen und dabei sich auch noch auf den Unterricht konzentrieren zu müssen. Um sich immer wieder zu aktivieren, zappeln sie – oder sie schalten einfach ab und bekommen den Unterrichtsstoff nicht mit.

Es war offensichtlich, dass hier etwas geschehen musste. Dies war der Anstoß für das Samurai-Programm. 

 
 
 
 

Wo liegen die Wurzeln des Samurai-Shiatsu Programms und welche Denkansätze stehen dahinter?

Die im Samurai-Programm integrierte Behandlungstechnik Samurai-Shiatsu stammt aus der japanischen Behandlungsmethode Shiatsu und basiert auf der Meridianlehre, wie sie auch aus der Akupunktur bekannt ist. Um Shiatsu ohne Vorkenntnisse für jeden anwendbar zu machen, kommen ausgewählte Behandlungstechniken des Shiatsu in einer vereinfachten Form zur Anwendung. Der Anwendbarkeit in der Schule oder in anderen Einrichtungen kommt zugute, dass Shiatsu – und somit auch Samurai-Shiatsu – immer im bekleideten Zustand durchgeführt wird.

Das Besondere am Samurai-Programm ist, dass Kinder wie Erwachsene lernen, die eigenen Grenzen sowie die der anderen zu wahren, indem sie immer, bevor sie mit dem Samurai-Shiatsu anfangen, die Frage stellen: „Darf ich dich/Sie anfassen?“. Unsere Praxiserfahrung zeigt, dass diese Haltung zu einem respektvollen, achtsamen Umgang miteinander führt - bei Kleinen und Großen.

Das ursprünglich für Kinder im Schulalter konzipierten Samurai-Programm wurde weiter entwickelt, woraus Einsatzmöglichkeiten im Kindergarten und im Seniorenheim entstanden.

Die Praxis zeigt, dass diese Haltung zu einem respektvollen, achtsamen Umgang der Schüler untereinander führt, unabhängig von deren kulturellen oder religiösen Unterschieden.