Samurai-Shiatsu im Dr. Robert Pfleger Rehabilitations- und Altenpflegezentrum St. Otto

ERFAHRUNGSBERICHT MIT DEM SAMURAI-SHIATSUPROGRAMM FÜR SENIOREN AUS DEM CARITAS ALTEN- UND PFLEGEHEIM ST. OTTO IN BAMBERG

Die anfängliche Skepsis der Pflegedienstleitung im St.Otto, dass die Bewohner Berührungsängste aufweisen und somit das Projekt scheitern könnte, löste sich bereits in der ersten Stunde in Luft auf.

Vor mir saßen 7 Frauen, eine davon im Rollstuhl, und ein Mann, die gespannt, neugierig und offen dem gegenüber waren, was nun auf sie zukommen würde. Ich war jemand „Neues“, der aber sofort herzlich aufgenommen wurde.

Nach einer kleinen gemeinsamen Reise nach Japan, einigte sich die Gruppe schnell, wer mit wem die Stunde zusammenarbeiten wollte, und wer zuerst genießen durfte.

Ich erlebte engagierte Senioren, die sich gegenseitig fragten, ob sie sich berühren dürfen. Ein einheitliches „Ja“ und Kopfnicken waren die Antwort. Dies zeugte von gegenseitigem Respekt und Anerkennung des Willens des Partners. Die Übungen wurden mit hoher Konzentration und Aufmerksamkeit durchgeführt, mit dem Bestreben, alles so gut wie möglich zu machen. Gegenseitige Fragen, ob der Druck stark genug sei, oder wie die Stärke des Regens sein dürfe, wurden mit einer Selbstverständlichkeit gefragt und beachtet. Die Wünsche und Bedürfnisse wurden sich gegenseitig mitgeteilt. Der Umgang war sehr rücksichts- und respektvoll. Die Stunden waren locker und aufgeheitert durch lustige Kommentare.

Ab der vierten Stunde zeigte sich eine deutliche Veränderung. Die „Wachmacherübung“, die wir jedes Mal zu Beginn der Stunde durchführten, wurde diesmal mit einer viel besseren Koordination ausgeübt. Die Bewohner waren nun mit dem Ablauf vertraut.

Am Ende der sechsten Stunde schaute eine Mitarbeiterin in unseren Übungsraum und wunderte sich, was wir hier machten. Eine Bewohnerin erklärte ihr: „Wir machen hier etwas für den Kopf und die Beweglichkeit. Die Schwester zeigt uns die Übungen und erklärt sie dazu, so ist es gar nicht wichtig, ob wir noch richtig hören können. Wir sehen es ja. Wenn wir Wehwehchen haben, können wir nun selbst etwas machen.“

Nachdem ich sagte, dass dies die letzte Stunde gewesen wäre, wollten die Bewohner einheitlich weitermachen. Sie gaben als Rückmeldung, dass ihnen die Übungen gut taten und sich über eine Fortsetzung freuen würden.

Fazit: Ich war sehr angetan von der Begeisterung und Dankbarkeit der Bewohner und der Freude, mit der sie die Massage gegenseitig durchführten.

Samurai-Shiatsu Trainerin Nicole Graßmann

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