Samurai Shiatsu an der Globe Primary Schule in London

GLOBE PRIMARY SCHULE, BETHNAL GREEN – LONDON IM JUNI AND JULI 2014:

Als Teilzeitlehrerin für Grundschulkinder mit Sprach–, Sprech– und Kommunikationsschwierigkeiten als auch Shiatsu Praktikerin hatte ich die tolle Möglichkeit, bei mir an der Schule das Samurai Programm mit zwei Gruppen durchzuführen. Die eine Gruppe war meine eigene Klasse die aus 9 Kindern im Alter von 6 bis 8 Jahren bestand plus zwei Klassenhelferinnen als Unterstützung. Das heißt, ich hatte eine erwachsene Person an der ich die Techniken vorführen konnte, während die andere mir helfen konnte rumzugehen um Techniken genauer zu zeigen oder mit einem Kind als Partnerin arbeiten konnte wenn wir ungerade Zahlen hatten.

Dies war meine erste Erfahrung das Samurai Programm in seiner Ganzheit zu unterrichten und es war schon „eine Reise“ wie wir im Englischen sagen! Von Anfang an fanden es alle Kinder – Mädchen wie Jungen – total toll ein Samurai zu werden. Ein Junge der sich auf dem autistischen Spektrum befindet war ganz aus dem Häuschen ein ‚Samurai Power Ranger‘ sein zu dürfen und obwohl er zu anfangs noch viel glucksen mußte sobald ihn jemand anfasste, konnte er sich doch auf die Routine einlassen und mit der Zeit Berührung sowohl ruhig empfangen als auch geben. Zu Beginn des Programms habe ich viel Zeit damit verbracht über Respekt and achtsame Berührung zu sprechen, wobei die Begrüßung auf japanisch als auch um Erlaubnis fragen bevor der Berührung sehr geholfen hat. Es war total schön für mich zu sehen, wie schnell die Kinder dabei waren ihre Partner daran zu erinnern das sie erst um Erlaubnis bitten sollen und auch mehr Einfühlsamkeit/Stärke oder mehr ‚Wärme‘ oder ‚dickere Rüstung‘ während der Übungen für sich einzufordern. Diese kleinen Samurais haben gelernt, zwischen leichtem und starkem Druck zu unterscheiden und die Sequenzen ohne zu reden durchzuführen.

Zwei Kinder in dieser Gruppe hatten sich sehr schnell auf die Übungen eingestellt und dem Rest der Gruppe erklärt, es wäre viel besser die Augen zu schließen, dann könne man sich noch viel besser entspannen. „Das tut so gut! Dies ist die beste Stunde, so entspannend. Ich finds total toll!“ waren die Kommentare, was natürlich sehr ermutigend für mich war. Da ich die Klassenlehrerin war, konnten wir die Übungen jeden Tag mit einbringen und wir haben das Samurai Programm damit abgeschlossen, Samurai Helme zu basteln und uns unseren speziellen magischen Stein auszusuchen der uns hilft, entspannte, mutige und starke Samurais zu sein.

Die zweite Gruppe war eine Schul–AG die aus 12 Kindern im Alter von 7 bis 11 Jahren bestand, die alle aus verschiedenen Klassen kamen. Viele dieser Kinder hatten Konzentrationsschwierigkeiten und fanden es schwer, ihre Gefühle positiv auszudrücken und wurden aus diesem Grund für die Samurai AG ausgewählt. Diese Gruppe fand es anfangs gar nicht einfach, ruhig, präsent and fokussiert zu sein was ich darauf zurückführe, dass die AG erst um halb vier nach einem langen Schultag angefangen hat, wo die Kinder einfach schon total müde waren. Die Kinder brauchten viel Wiederholung um alle Samurai Übungen wirklich zu verinnerlichen, da sie sie ja nicht jeden Tag als Teil ihres Schulalltages praktizierten, obwohl ein paar Zuhause mit ihrer Familie oder Freunden geübt hatten. Trotz allem, nach ein paar Sitzungen (ich habe insgesamt 5 Stunden mit ihnen gemacht) waren die Kinder ruhiger, engagierten und konzentrierten sich besser – also eine Indikation, dass das Samurai Programm den gewünschten Effekt hatte.

In dieser Gruppe liebten alle Kinder es ganz besonders ein paar Kanjis zu lernen und auf Japanisch zu rechnen! Da wir zeitliche Begrenzungen hatten, kamen wir nicht dazu viele Spiele zu spielen oder zu Basteln, was eigentlich Schade war. Ich denke für zukünftige Schul–AGs würde ich einen ganzen Half–Term ansetzen um das auch noch mit integrieren zu können.

Meine ersten zwei Samurai Gruppen haben mich sehr inspiriert in weitere Schulen und Kinderprojekte zu gehen, um Kinder und ihre Familien für Samurai Shiatsu und japanische Kultur zu begeistern.

Svenja Schaper, Shiatsu Praktikerin und Grundschullehrerin aus London

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